
Übung 1.11
Wo willst du in drei bis fünf Jahren stehen?
Für jede Säule ein bis zwei Sätze: Wie soll es in drei bis fünf Jahren aussehen? Nicht was du tun wirst — wie es sein soll.
Gut formuliert
- «Ich komme eine Treppe hoch, ohne zu schnaufen, und schlafe durch.»
- «Ich habe zwei Freundschaften, in denen ich auch die unangenehmen Sachen erzählen kann.»
- «Meine Fixkosten sind so niedrig, dass ich sechs Monate ohne Einkommen überstehe.»
- «Ich arbeite an etwas, das ich auch erklären würde, wenn niemand danach fragt.»
- «Wir streiten immer noch, aber wir kommen am selben Abend wieder zusammen.»
Diese Beispiele zeigen dir, wie unterschiedlich Antworten ausfallen — nicht, wie deine aussehen soll. Sie stammen von niemandem; sie sind erfunden.
Schlecht formuliert — und warum
- «Dreimal pro Woche Sport.» Das ist eine Gewohnheit, kein Ziel. Sie gehört ins Quartal.
- «Erfolgreich sein.» Woran würdest du es merken? Wenn du das nicht sagen kannst, ist es ein Gefühl, kein Ziel.
- «Dass mein Partner sich mehr Zeit nimmt.» Hängt an jemand anderem. Formuliere den Teil, der in deiner Hand liegt.
- «Eine Million auf dem Konto.» Kann ein Ziel sein — aber prüf es gegen deine Werte. Wenn Status bei dir dreimal unten stand, arbeitest du gegen dich selbst.
Häufige Sackgassen
- Ziele, die von anderen kommen. Prüfung: Wenn niemand davon erführe — wolltest du es dann noch?
- Zu konkret zu früh. Zahlen und Termine gehören ins Quartal, hier reicht eine Richtung.
- Fünf grosse Ziele. Zwei ehrliche sind besser als fünf vollständige.