
Übung 1.10
Wofür machst du das?
Die schwerste Frage im Buch. Sie steht hinten, weil du vorher Material sammeln musst — am Anfang hättest du eine Floskel geschrieben.
Leg vier Dinge nebeneinander
- Deine Energiequellen aus 1.1 — wovon wirst du wacher?
- Was du gut kannst und gern tust aus 1.3 und 1.4.
- Deine stabilen Werte aus 1.6 — die zwei bis vier, die dreimal oben standen.
- Dein Netz aus 1.8 — wo liegen die Punkte heute?
- Und dann die Frage, auf die alles hinausläuft: Wofür willst du deine Punkte ausgeben?
Wie eine Antwort aussehen kann
- «Ich will, dass die Leute, die mit mir arbeiten, danach mehr können als vorher. Alles andere ist mir erstaunlich egal geworden.»
- «Ich will nicht mehr aufwachen und den Tag schon kennen. Dafür nehme ich in Kauf, dass weniger sicher ist.»
- «Ich will genug haben, dass ich nie wieder aus finanziellen Gründen ja sagen muss.»
- Drei Sätze, unfertig, konkret. Mehr braucht es nicht.
Häufige Sackgassen
- Du suchst die eine grosse Antwort. Die gibt es meistens nicht, und die Suche danach ist der häufigste Grund, hier abzubrechen.
- Du schreibst etwas auf, das gut klingt. Prüfung: Würdest du es jemandem vorlesen, der dich seit zwanzig Jahren kennt, ohne rot zu werden?
- Deine Antwort widerspricht deinen stabilen Werten. Dann stimmt eines von beidem nicht — und meistens ist es die Antwort.
- Du wartest auf Klarheit. Schreib die unfertige Fassung hin.