
Was nimmst du dir vor?
Zwei Säulen, je ein Ziel, zwölf Wochen Zeit. Die Kunst besteht darin, das Ziel so zu schneiden, dass es in ein Quartal passt und trotzdem etwas bedeutet.
Vom Langfristziel zum Quartalsziel
- Langfristig: «Meine Fixkosten sind so niedrig, dass ich sechs Monate überstehe.»
Quartal: «Ich weiss auf den Franken genau, was monatlich rausgeht, und habe drei Verträge gekündigt oder gewechselt.» - Langfristig: «Ich komme eine Treppe hoch, ohne zu schnaufen.»
Quartal: «Ich gehe seit zwölf Wochen zweimal pro Woche laufen, ohne eine Woche auszulassen.» - Langfristig: «Ich arbeite an etwas, das ich auch erklären würde, wenn niemand fragt.»
Quartal: «Ich habe mit fünf Leuten gesprochen, die das machen, was mich interessiert.»
Die Zonen-Einordnung
- Komfortzone — läuft ohnehin schon. Dann ist es kein Ziel, sondern eine Beschreibung.
- Angstzone — du traust dich kaum. Kein Grund, es zu lassen; aber nimm die Frage nach dem Preis besonders ernst. Wer vorher weiss, was es kostet, steigt seltener aus.
- Lernzone — anstrengend, aber machbar. Der richtige Ort für ein Quartalsziel.
- Wachstumszone — weit draussen. Zu gross für zwölf Wochen. Nimm den ersten Abschnitt.
Häufige Sackgassen
- Das Ziel ist eigentlich drei Ziele. Wenn ein «und» drin vorkommt, prüf, ob es zwei sind.
- Du kannst nicht sagen, woran du es merkst. Dann ist es noch ein Wunsch.
- Das Ziel hängt an jemand anderem. «Wir streiten weniger» ist keins. «Ich gehe raus, bevor ich laut werde» schon.
- Die Kostenspalte ist leer. Dann war das Ziel zu klein — oder du warst nicht ehrlich.