
Übung 1.4
Was liegt dir nicht?
Zwei Listen, und sie sind nicht dasselbe: was du nicht gut kannst und was du ungern tust. Der Vergleich ist der eigentliche Teil der Übung.
Beispiele für beide Spalten
- Kann ich nicht gut: Nein sagen, wenn jemand enttäuscht schaut. Etwas abschliessen, das zu neunzig Prozent fertig ist. Kritik annehmen, ohne mich zu rechtfertigen.
- Mache ich ungern: Mit Ämtern telefonieren. Auf Veranstaltungen Leute kennenlernen. Für andere Präsentationen bauen. Über Geld reden.
Der Vergleich — drei Fälle
- Auf beiden Listen. Kannst du nicht, magst du nicht: Das musst du nicht lernen. Sieh zu, dass es jemand anders macht oder dass es weniger wird.
- Nur «kann ich nicht». Kannst du nicht, machst du aber gern: die einfachste Baustelle überhaupt. Können lässt sich lernen, wenn die Lust schon da ist.
- Nur «mache ich ungern». Kannst du gut, machst du aber ungern — der wichtigste Fall. Genau hier landen Menschen in einem Leben, das von aussen gut aussieht und sich von innen falsch anfühlt. Wenn hier etwas steht, das einen grossen Teil deiner Woche ausmacht, hast du etwas Wichtiges gefunden.
Häufige Sackgassen
- Du füllst nur die linke Spalte. Was man ungern tut, gibt man ungern zu — besonders, wenn man gut darin ist.
- Du schreibst nur Berufliches. Auch Alltag zählt: Telefonate, Papierkram, Geselligkeit.
- Du verwechselst «kann ich nicht» mit «habe ich nie gelernt». Das gehört trotzdem nach links.