
Übung 1.1
Was gibt dir Energie?
Gesucht ist nicht, worin du gut bist, sondern wonach du wacher bist als vorher. Das sind oft unscheinbare Dinge, und genau die sind die brauchbaren — weil sie öfter verfügbar sind.
So verschieden können Antworten aussehen
- Wenn ich morgens vor allen anderen wach bin und noch niemand etwas von mir will.
- Etwas reparieren, das kaputt war. Egal was.
- Ein Gespräch, in dem mir jemand widerspricht, ohne dass es persönlich wird.
- Die halbe Stunde im Auto zwischen Arbeit und Zuhause.
- Für mehr als vier Leute kochen.
- In einer fremden Stadt sein und mich verlaufen.
Diese Beispiele zeigen dir, wie unterschiedlich Antworten ausfallen — nicht, wie deine aussehen soll. Sie stammen von niemandem; sie sind erfunden.
Wenn dir nichts einfällt
- Geh die letzten zwei Wochen durch, Tag für Tag. Such nicht nach guten Tagen, sondern nach einzelnen Stunden, nach denen es dir besser ging als davor.
- Frag umgekehrt: Wann hast du zuletzt die Zeit vergessen?
Häufige Sackgassen
- Du schreibst auf, was dir Energie geben sollte. Wenn es dich nicht auflädt, gehört es nicht auf die Liste.
- Du nennst nur die grossen Dinge. Die kleinen sind wichtiger, weil sie öfter verfügbar sind.
- Du verwechselst es mit deinen Stärken. Die kommen in Übung 1.3.