
Übung 1.2
Was kostet dich Energie?
Wonach bist du leerer als vorher, obwohl du nichts Anstrengendes getan hast? Diese Liste ist unangenehmer als die erste und meistens die nützlichere.
So verschieden können Antworten aussehen
- Termine, die um 16 Uhr anfangen. Der ganze Tag davor gehört ihnen.
- Wenn ich auf eine Nachricht nicht antworte und weiss, dass sie liegen bleibt.
- Entscheidungen, die ich schon getroffen habe und trotzdem nochmal durchgehe.
- Das unaufgeräumte Wohnzimmer — mehr, als es sollte.
- Wenn jemand sagt «wir müssen mal reden» und dann drei Tage vergehen.
- Grosse Gruppen, in denen ich niemanden richtig kenne.
Diese Beispiele zeigen dir, wie unterschiedlich Antworten ausfallen — nicht, wie deine aussehen soll. Sie stammen von niemandem; sie sind erfunden.
Zwei Sorten, die leicht übersehen werden
- Das Aufgeschobene. Was du nicht tust, kostet oft mehr als was du tust. Eine Rechnung, die seit vier Wochen liegt, zieht jeden Tag ein bisschen.
- Das Selbstgemachte. Es sind nicht nur andere Menschen. Gewohnheiten, Vermeidung, das Handy um Mitternacht — das gehört genauso hierher.
Häufige Sackgassen
- Du wirst moralisch. Es geht nicht darum, was schlecht ist, sondern was dich leert. Manches davon ist harmlos und trotzdem teuer.
- Du lässt weg, was sich nicht ändern lässt. Schreib es trotzdem auf — zu wissen, was kostet, hilft auch dann, wenn man es nicht abstellen kann.
- Du nennst nur andere Menschen. Dann fehlt die Hälfte.